Das bin Ich

 

Geboren wurde ich im September 1973. Ich wuchs im elterlichen Haus mit einem kleinen Garten auf. Bereits in diesem Alter wurde klar: "Die ist ganz schön Tier-narrisch...". Mein erstes Tier war ein schwarzes Stallkaninchen namens Cesar - selbigen brachte mir der Osterhase. Bei den Nachbarn, meiner Oma, die einen Bauernhof hatten, war ich ständig im Stall  zu finden. Kaninchen hatte ich von da an eigentlich immer. Als ich in der 3. Klasse war, kam unser erster Hund, eine Cocker Spaniel Dame. In der Zeit hatte ich dann auch mein erstes Aquarium und meinen ersten Hamster.

Bereits mit 6 Jahren fand man mich mindestens 1 x in der Woche in der Reitschule – Tiere waren einfach mein Leben.

Nach meinem Schulabschluss begann ich bei einem Orthopäden eine Ausbildung zur Arzthelferin. Ich merkte schnell, dass mich medizinische Sachverhalte sehr interessierten und das erlernen der nötigen Fachbegriffe leicht fiel. Ich liebte es ebenfalls, mit Menschen zu arbeiten. Nach drei Jahren schloss ich diese Ausbildung erfolgreich ab.

Danach bewarb ich mich in einer Allgemeinarztpraxis. Hier erwarb ich weitere praktische Kenntnisse, wie die Anwendung und die Auswertung eines EKG, Lungenfunktionstest, Laboruntersuchungen usw., die ich so in meiner Ausbildung nur theoretisch kennenlernte.

Nach zweieinhalb Jahren wechselte ich wieder in eine orthopädische Praxis, da ich mich sehr für Anatomie interessierte. Dort arbeitete ich nun bis 2003. Mittlerweile war ich verheiratet, Mutter und stolze Besitzerin von zwei Pferden...

Nach dem Mutterschutz arbeitete ich einmal in der Woche für 5 Stunden. Irgendwie war ich jedoch unzufrieden und mir wurde klar, dass ich das nicht ewig so weitermachen will und träumte einen schönen Traum…Tiere waren ja schon immer meine ständigen Begleiter gewesen.

Am Anfang war es nur ein Hirngespinst, aber nachdem ich meinen Mann in meine Vorstellungen einweihte und zu meiner Freude nichts als Zuspruch erhielt, stand meinem Traum nun nichts mehr im Wege.  

Ich wollte Tierheilpraktikerin werden.

Unterstützt und zum Durchhalten „ermuntert“ haben mich während meiner Ausbildung meine Eltern, mein Mann und eine sehr gute Freundin, die ebenfalls Heilpraktikerin ist.

Als mein Vater 2007 plötzlich und unerwartet starb, wollte ich das Fernstudium abbrechen. Es ging gar nichts mehr. Dank der unendlichen Unterstützung meiner Mutter und meines Mannes hab ich mich durchgebissen und konnte die Ausbildung erfolgreich mit Abschlußarbeit zum Thema: "Lahmheiten beim Pferd, behandelt durch Homöopathie" abschließen.

Meine Praxis hab ich am 04.09.2008 eröffnet.  

Heute leben bei uns im Haus, bzw. in unserer Familie 2 Pferde, 1 Kater, 1 Stallkaninchen, 4 Meerschweinchen, 3 Zwergkaninchen, 1 Hamster,           1 Wasserschildkröte und 4 Aquarien.

Heute weiß ich, dass dies genau die Arbeit ist, die ich immer machen wollte. Ich übe meinen Beruf mit Leib und Seele aus und finde es extrem spannend, mit Menschen und deren Tieren zusammen zu arbeiten.

Danken möchte ich meinem Mann, der mich, auch finanziell, sehr unterstützt hat, diese Ausbildung zu machen. Meinen beiden besten Freundinnen, die mich moralisch sehr unterstützt haben und meiner Mutter, die nicht zuließ, dass ich nach dem Tod meines Vaters aufgab. Meinem Kind möchte ich auch danken, dafür, dass es mir immer wieder mal Zeit ließ zum Lernen, und, last but not least, meinem Vater, der mich gelehrt hat, eine Sache auch dann durchzuziehen wenn die Lage schwer wird. Ich weiß, dass er nun irgendwo in der Ferne auf einem Stern sitzt und lächelt.

Er lächelt und ist stolz auf mich....